Warum Lebensmittelverschwendung wichtig ist
Dem Food Waste Index Report 2024 des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) zufolge entstanden weltweit im Jahr 2022 schätzungsweise 1,05 Milliarden Tonnen Lebensmittelabfälle, einschließlich nicht essbarer Bestandteile. Das entsprach rund 19 % der für Verbraucher verfügbaren Lebensmittel. Davon entfielen 60 % auf Haushalte, 28 % auf die Gastronomie und 12 % auf den Einzelhandel. Es handelt sich um globale Schätzungen für 2022, nicht um aktuelle nationale Messwerte für 2026.
Für Lebensmittel werden Wasser, Energie, Fläche und Arbeitskraft benötigt. Weniger Abfälle können daher Ressourcen schonen. Lebensmittelverschwendung auf Verbraucher- und Handelsebene ist von Lebensmittelverlusten in früheren Stufen der Lieferkette zu unterscheiden.
Vor dem Einkauf planen
Prüfen Sie zuerst Kühlschrank, Gefrierfach und Vorräte. Planen Sie Mahlzeiten mit Produkten, die bald verbraucht werden sollten. Schreiben Sie eine realistische Einkaufsliste. Großpackungen sind nur dann günstig, wenn sie rechtzeitig verwendet werden.
- Ältere Lebensmittel sichtbar und griffbereit lagern.
- Portionen zunächst kleiner wählen und bei Bedarf nachnehmen.
- Eine Mahlzeit pro Woche mit geeigneten vorhandenen Zutaten planen.
- Einkaufsmengen an die tatsächliche Zahl der Mahlzeiten anpassen.
Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum
Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) betrifft die Lebensmittelsicherheit. Entsprechend gekennzeichnete Lebensmittel sollten nach Ablauf nicht mehr gegessen werden, auch wenn Geruch und Aussehen unauffällig sind. Das Mindesthaltbarkeitsdatum („mindestens haltbar bis“) bezieht sich vor allem auf die erwartete Qualität. Sein Ablauf bedeutet bei richtiger Lagerung nicht automatisch, dass jedes Produkt unsicher ist. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erläutert diesen Unterschied.
Beachten Sie immer die Hinweise auf der Verpackung, insbesondere die Lagerbedingungen und die Frist nach dem Öffnen. Nationale Kennzeichnungsvorschriften können voneinander abweichen.
Reste sicher aufbewahren
Die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA empfiehlt, leicht verderbliche Speisen innerhalb von zwei Stunden zu kühlen; bei Temperaturen über 32°C gilt eine Stunde. Die Kühlschranktemperatur sollte höchstens 4°C betragen. Große Mengen in flache, kleinere Behälter aufteilen, damit sie schneller abkühlen.
Das US-Landwirtschaftsministerium USDA empfiehlt, korrekt gekühlte Speisereste in der Regel innerhalb von drei bis vier Tagen zu verzehren oder für eine längere Lagerung einzufrieren. Diese Angaben sind allgemeine Orientierungshilfen; gegebenenfalls gelten abweichende Produkt- und nationale Behördenhinweise. Verdächtige Lebensmittel nicht durch Probieren auf Sicherheit prüfen.
Was Schulen und Mensen tun können
Erfassen Sie eine Woche lang getrennt, wie viel zubereitet, ausgegeben und auf Tellern zurückgelassen wird. Fragen Sie nach Portionsgrößen und Menüwünschen. Kleinere Anfangsportionen mit Nachschlag können helfen. Hygiene, Allergenmanagement und sichere Weitergabe überschüssiger Lebensmittel bleiben jedoch unverzichtbar.
Vergleichen Sie die Abfallmenge pro Mahlzeit über mehrere Wochen, statt einzelne Tage überzubewerten. Berichten Sie aggregierte Ergebnisse, ohne personenbezogene Daten offenzulegen.
Sieben Tage gegen Verschwendung
- Tag 1: Vorräte erfassen.
- Tag 2: Eine realistische Einkaufsliste erstellen.
- Tag 3: Datumskennzeichnungen prüfen.
- Tag 4: Kühlschranktemperatur kontrollieren.
- Tag 5: Eine Mahlzeit mit sicheren Resten planen.
- Tag 6: Weggeworfene Lebensmittel grob erfassen.
- Tag 7: Eine neue Gewohnheit für die nächste Woche wählen.
Das Ziel ist eine sichere und messbare Verringerung der Abfälle, niemals der Verzehr möglicherweise verdorbener Lebensmittel.